PM “Brückenbau sorgt für Lückenschluss”

Und noch eine Pressemitteilung zum “Lückenschluss” für “die wichtige Verbindung”. Bildet Euch selbst eine Meldung über (un?!)passende Formulierungen zu diesem Thema:

 

Pressemitteilung von Donnerstag, 9. April 2015
Stadt Braunschweig

Brückenbau sorgt für Lückenschluss

Braunschweig. Die Stadt Braunschweig baut für etwa 3,2 Millionen Euro die Okerbrücke Berkenbuschstraße neu. Die Brücke sichert die wichtige Verbindung zwischen Stöckheim und Rüningen. Die Tragfähigkeit der alten Holzbrücke war nicht mehr ausreichend. Die Tragkonstruktion für die neue Brücke wurde bereits eingesetzt. In einem nächsten großen Schritt werden unter anderem Überbaukappe, Asphaltbelag und Brückengeländer installiert. Für den Autoverkehr wird die neue Brücke voraussichtlich ab Mitte Oktober nutzbar sein. Das Bauvorhaben erläuterten heute Burkhard Wiegel, Abteilungsleiter Straßenplanung und Brücken im Fachbereich Tiefbau und Verkehr, und Dietmar Gerstenberg, Stellenleiter Brücken und konstruktiver Ingenieurbau.

Die alte Okerbrücke Berkenbuschstraße aus dem Jahr 1963 wurde in der Baulast des Landes Niedersachsen im Wesentlichen als Holzkonstruktion errichtet. Diese wurde im Jahr 2010 im Zuge der Abstufung der Berkenbuschstraße von einer Landes- zu einer Kreisstraße an die Stadt übergeben. Im Rahmen einer Bauwerksprüfung wurden im Jahr 2011 erhebliche Schäden an Bauteilen festgestellt. Besonders betroffen war die Gründung der Brücke. Die Folge daraus war die Sperrung der Brücke für Fahrzeuge mit einem Gewicht über 3,5 Tonnen. Im Juni 2011 wurde bei einer weiteren Untersuchung der Gründungsholzpfähle ein Pilzbefall festgestellt, woraufhin die Brücke für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt werden musste.

Umgehend nach der Sperrung der Brücke wurden Pläne für den Bau einer Behelfsbrücke erarbeitet. Diese wurde im Mai 2012 fertiggestellt und dem Verkehr übergeben.

Parallel dazu wurde das Ingenieurbüro BPR im November 2011 mit der Planung des Neubaus der Okerbrücke Berkenbuschstraße beauftragt. Es wurden verschiedene Varianten für die Straßenführung und das Brückenbauwerk untersucht. Als Vorzugsvariante stellte sich eine südlich der alten Brücke gelegene Straßentrasse mit einem Rahmenbauwerk von ca. 36 Meter lichter Weite und einer Überbaubreite zwischen den Geländern von 11,75 Meter heraus.

Das Rahmenbauwerk ist je Widerlager auf Stahlbetonbohrpfählen mit ca. 9,50 Meter Länge und 1,20 Meter Durchmesser gegründet. Der Überbau besteht aus zwei Stahlhohlkästen mit einer Breite von je 1,80 Meter und einer Höhe variierend zwischen ca. 0,90 cm und 1,40 Meter. Darauf aufgelegt wurden ca. 14 cm starke und ca. 11 Tonnen schwere Stahlbetonfertigteile. Auf diesen wird die Überbauplatte betoniert. Die Stahlhohlkästen und die Überbauplatte sind durch ca. 2.000 Kopfbolzen je Träger verbunden. Insgesamt werden in den Stahlbetonpfählen, den Stahlbetonwiderlagern und der Stahlbetonüberbauplatte ca. 660 m³ Beton mit ca. 142 Tonnen Bewehrungsstahl eingebaut. Die beiden Stahlhohlkästen haben je ein Gewicht von ca. 60 Tonnen.

Der Brückenentwurf wurde im Jahr 2012 den zuständigen Stadtbezirksräten und dem Planungs- und Umweltausschuss (PlUA) zur Beratung vorgelegt. Aufgrund von Einwänden der Anwohner und der Politik wurden die Planungsunterlagen überarbeitet. Es wurden unter anderem beidseitig der Brücke zusätzlich Querungshilfen für Radfahrer und Fußgänger geplant.

Der angepasste Entwurf wurde Ende 2012 vom Planungs- und Umweltausschuss beschlossen. Anschließend konnte der Planfeststellungsbeschluss für das Projekt beantragt werden. Die Rechtskraft des Planfeststellungsbeschlusses lag Ende Dezember 2013 vor, so dass im Anschluss die Ausschreibung für den Neubau der Straßenbrücke Berkenbuschstraße einschließlich der angrenzenden Straßen und Wege sowie einer neuen Fuß- und Radwegbrücke über den verlegten Siekgraben erfolgen konnte. Parallel wurde eine zweite Ausschreibung für die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen (Hochwasserschutz) erstellt.

Die Vergabe der Bauleistungen erfolgte im Juli 2014 an eine Bietergemeinschaft, bestehend aus den Firmen Betam GmbH NL Ingenieurbau und Kroker GmbH & Co. KG, mit einem Auftragsvolumen von ca. 2,6 Millionen Euro. Die Auftragsvergabe der Ersatzmaßnahmen in Höhe von ca. 140.000 Euro erfolgte an die Firma Kluge und Sohn Garten- und Landschaftsbau eK.

Bis Ende 2014 wurden die gesamten Ausführungsplanungen, wie z. B. Schal- und Bewehrungspläne und Werkpläne, erstellt und freigegeben. Parallel wurde vor Ort mit den Bauarbeiten begonnen. Am 6. März 2015 wurden innerhalb nur eines Tages Träger und die Fertigteile des Überbaus mit einem 500 Tonnen-Kran montiert.

Aktuell werden die Rahmenecken und die Überbauplatte betoniert. Bis Mitte Juli 2015 werden die Überbaukappen, die Abdichtung und der Asphaltbelag sowie die Geländer der Brücke fertiggestellt sein.

Die Fahrbahnanschlüsse der Brücke an die Berkenbuschstraße und den Rüninger Weg müssen unter Vollsperrung des Straßenzuges erfolgen. Damit die Anlieferung der Getreideernte zur Mühle Rüningen aus den Bereichen östlich der Oker noch über die Behelfsbrücke erfolgen kann, wird nach Fertigstellung des Brückenbauwerkes eine Baupause bis Ende August 2015 erfolgen. So können weite Umwegfahrten der landwirtschaftlichen Verkehre vermieden werden.

Derzeit ist vorgesehen, Fußgänger und Radfahrer während der Vollsperrung über die neue Brücke zu führen. Auch die Siekgrabenbrücke, welche im Überbau aus einer Holzkonstruktion mit Holzgeländern besteht, wird dann schon zur Verfügung stehen. Während der Herstellung der neuen Straßenzuführung wird die Behelfsbrücke demontiert. Zwischen Mitte Oktober und Ende November 2015 werden noch Erd- und Pflanzarbeiten ausgeführt. Für den Autoverkehr ist die Brücke voraussichtlich ab Mitte Oktober wieder nutzbar.

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf ca. 3,2 Millionen Euro. Hiervon entfallen ca. 2,6 Mio. Euro auf die Brücken- und Straßenbauarbeiten, ca. 300.000 Euro auf die Planungsleistungen und ca. 250.000 Euro auf Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie Entsorgungskosten für belastetes Material und Kampfmittelsondierungen. Zur Finanzierung des Projektes wurden Fördermittel beim Land Niedersachsen beantragt und genehmigt.

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Dieser Meldung sind folgende Medien zugeordnet:

BrückeBerkenbusch1
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