Okerbrücke Leiferde gesperrt

Jetzt ist also die nächste Brücke so weit: Die Brücke zwischen Leiferde und Stöckheim ist so marode, dass sie für den KfZ-Verkehr gesperrt ist. Fußgänger und Radfahrer kommen aber noch rüber. Eine neue Brücke ist in Planung, wie auch bei der Brücke Berkenbuschstraße in einer anderen Lage. Man darf gespannt bleiben.

Hier die Pressemitteilung der Stadt:

Pressemitteilung von Donnerstag, 9. Juni 2016

 

Stadt Braunschweig

 

Okerbrücke Leiferde wird für den Autoverkehr gesperrt

 

Braunschweig. Die Okerbrücke zwischen Leiferde und Stöckheim im Verlauf der Straße „Fischerbrücke“ wird am morgigen Freitag, 10. Juni, im Laufe des Tages bis auf weiteres für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Untersuchungen im Rahmen der regelmäßigen Brückenhauptprüfung haben ergeben, dass die Brücke für die Belastungen aus dem Kfz-Verkehr nicht mehr standsicher ist. Eine Ausweichroute für den Kraftfahrzeugverkehr wird ausgeschildert und führt über die Okerbrücke im Verlauf der Berkenbuschstraße in Rüningen. Fußgänger und Radfahrer können die Okerbrücke Leiferde weiterhin passieren. Ein Neubau ist in Planung. Außerdem wird geprüft, ob es möglich ist, das bestehende Bauwerk vorübergehend zu ertüchtigen.

 

Die Okerbrücke in Leiferde stammt in ihrer Grundkonstruktion aus dem Jahr 1945. Sie wurde als Behelfsbrücke errichtet, um nach dem Krieg kurzfristig eine Querung der Oker herzustellen. Die Konstruktion entspricht dabei der einer Behelfsbrücke mit begrenzter Nutzungsdauer. So besteht zum Beispiel der Fahrbahnbelag aus Holzbohlen. Regelmäßige und größere Unterhaltungsmaßnahmen, zuletzt in den Jahren 2006/07 und 2013/14, haben die Nutzungsdauer der Brücke so weit wie möglich verlängert.

 

Mittlerweile weist das Bauwerk aber große Schäden am hölzernen Fahrbahnbelag sowie an den so genannten Aussteifungsverbänden der Längsträger auf, wie die Routineprüfung ergab. Statische Nachrechnungen bestätigten, dass die Brücke auch für leichten Kfz-Verkehr nicht mehr freigegeben werden kann. Daher muss die Brücke aus Sicherheitsgründen kurzfristig für den Kfz-Verkehr gesperrt werden.

 

Eine wirtschaftliche und dauerhafte Instandsetzung der Brücke ist nicht möglich, da an allen Bauwerksteilen Schäden vorhanden sind. Der Bauwerksprüfer hat allerdings mögliche Lösungsansätze für eine vorübergehende Ertüchtigung der Brücke genannt. Diese werden kurzfristig mit einem Planungsbüro konkretisiert. Ziel ist eine weitere Aufrechterhaltung des Pkw-Verkehrs auf der Brücke. Ob und mit welchem Aufwand dies angesichts des schlechten Gesamtzustandes der Brücke noch erreicht werden kann, ist offen. Die Stadtverwaltung wird, wenn die Ergebnisse vorliegen, darüber umgehend berichten.

 

Im Rahmen einer Vorprüfung wird die Verwaltung verschiedene Varianten für einen Brückenneubau untersuchen. Beim Neubau als Straßenbrücke ergeben sich bei einer Neuplanung größere Überbauhöhen aufgrund von heute deutlich höheren Traglastanforderungen nach geltenden europäischen Richtlinien. Daher ist ein Ersatzneubau als Straßenbrücke aufgrund der räumlichen Verhältnisse in exakt gleicher Lage nicht möglich.

 

Die Brücke liegt im Überschwemmungsbereich der Okeraue. Durch den Neubau darf sich die Hochwassersituation insgesamt nicht verschlechtern. Gemäß Wasserhaushaltsgesetz in Verbindung mit dem Niedersächsischen Wassergesetz sind daher Durchflussquerschnitte zu realisieren, die bei einem hundertjährlichen Hochwasser (HQ 100) die Ausbreitung der Überflutungsfläche über den heutigen Stand hinaus nicht vergrößern.

 

Unter diesen Voraussetzungen ergeben sich mehrere Möglichkeiten, einen Brückenneubau zu realisieren. Die Verwaltung wird dazu, voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte, separat informieren.

“Schlanke Konstruktion” heute eröffnet

Heute wurde die Brücke eröffnet. In der Pressemitteilung wird sie als “schlanke Konstruktion” bezeichnet. In der Höhe trifft das sicherlich zu, in der bebauten Fläche mag sich jeder selber ein Bild machen.

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Hier die PM:

09. Oktober 2015
Neue Okerbrücke Berkenbuschstraße eröffnet

 

Braunschweig. Nach rund 14-monatiger Bauzeit ist die neue Okerbrücke Berkenbuschstraße eröffnet worden. Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer gab die Brücke am Freitag, 9. Oktober, für den Verkehr frei. Die Gesamtkosten des Projekts einschließlich des erforderlichen Straßenbaus belaufen sich auf ca. 3,3 Mio. €. Vom Land Niedersachsen wird eine Förderung in Höhe von rund anderthalb Mio. € erwartet.
„Mit der neuen Brücke verbindet ein Bauwerk die Stadtteile Rüningen und Stöckheim, das sich mit seiner schlanken Konstruktion zugleich in besonderer Weise in die Landschaft einfügt“, sagte Leuer. „Allen Beteiligten danke ich für die termingerechte Fertigstellung dieses wichtigen und anspruchsvollen Projekts.“

 

Aufgrund eines Pilzbefalls der Gründungsholzpfähle musste die aus dem Jahre 1963 stammende Vorgängerbrücke trotz diverser Reparaturmaßnahmen im Oktober 2011 für den Kraftfahrzeugverkehr voll gesperrt werden. Ab Mai 2012 konnte der Verkehr dann über eine Behelfsbrücke fließen.

Der Entwurf für den Neubau wurde nach Anregungen aus Ratsgremien und Bürgerschaft durch beidseitig der Brücke angeordnete Querungshilfen für Radfahrer und Fußgänger ergänzt. Da die neue Brücke auf neuer Trasse südlich der Behelfsbrücke errichtet wurde, verlegte man mit Baubeginn im Sommer 2014 zunächst den westlich der Oker gelegenen Auslauf des angrenzenden Biotops und den Siekgraben, über den jetzt eine ebenfalls neu errichtete Fuß- und Radwegbrücke führt. Am Springbach in Melverode, am Thiedebach in Leiferde und nordwestlich des Wehrs Rüningen entstanden drei Ausgleichsflächen.

 

Ein technisch besonders anspruchsvoller Bauschritt erfolgte am 6. März 2015: Innerhalb nur eines Tages wurden die Stahlträger und die Stahlbetonfertigteile des Überbaus mit einem 500-Tonnen-Kran eingehoben und montiert. An die Berkenbuschstraße und den Rüninger Weg wurde die Brücke, wie geplant, unter Sperrung des Straßenzuges für den Kraftfahrzeugverkehr vom 24. August bis zum 9. Oktober 2015 angeschlossen. Fußgänger und Radfahrer konnten während dieser Zeit die neue Brücke schon nutzen.

Währenddessen wurden auch die Verbindung zur Straße Am Zoo sowie die Anbindung der an der Oker entlang führenden Wege an die neue Straßentrasse realisiert. Im November werden noch Erd- und Pflanzarbeiten für rund 60 Bäume im Baufeld ausgeführt. Dabei kann es zu kurzfristigen Verkehrsbehinderungen kommen, für die die Verwaltung um Verständnis bittet.

 

Technische Einzelheiten

Das Rahmenbauwerk ist je Widerlager auf Stahlbetonbohrpfählen mit ca. 9,50 m Länge und 1,20 m Durchmesser gegründet. Der Überbau besteht aus zwei Stahlhohlkästen mit einer Breite von je 1,80 m und einer Höhe variierend zwischen ca. 0,90 cm und 1,40 m. Die beiden Stahlhohlkästen haben je ein Gewicht von ca. 60 t.

Darauf aufgelegt wurden ca. 14 cm starke und ca. 11 Tonnen schwere Stahlbetonfertigteile. Auf diesen wurde die Überbauplatte betoniert. Die Stahlhohlkästen und die Überbauplatte sind durch ca. 2.000 Kopfbolzen je Träger miteinander verbunden. Insgesamt wurden in den Stahlbetonpfählen, den Stahlbetonwiderlagern und der Stahlbeton-überbauplatte ca. 660 m³ Beton mit ca. 142 t Bewehrungsstahl eingebaut.

 

Ausführende Firmen: Ingenieurbüro BPR (Planung), Bietergemeinschaft Kroker GmbH & Co. KG aus Braunschweig und Betam GmbH NL Ingenieurbau aus Oebisfelde (Bauleistungen), Kluge und Sohn Garten- und Landschaftsbau eK aus Delligsen (Ersatzmaßnahmen).

PM “Okerabsenkung zwischen Rüninger und Eisenbütteler Wehr”

Und mal wieder eine Pressemitteilung der Stadt zur Brücke. Die Oker wird für Arbeiten abgesenkt. Aber lest selbst:

Braunschweig. Die Stadtentwässerung Braunschweig (SE|BS) beginnt am morgigen Freitag, 27. März, den Wasserspiegel der Oker zwischen Rüninger Wehr und Eisenbütteler Wehr um etwa 1,20 Meter abzusenken. Grund sind Arbeiten im Rahmen des Neubaus der Brücke Berkenbuschstraße. Hier müssen kurzfristig Steinschüttungen im Bereich der Böschung vorgenommen werden. Der Wiederanstau beginnt am Freitag, 3. April. Zu Ostern wird das Wasser wieder angestaut sein.

Da bin ich ja mal gespannt, was da für Steine geschüttet werden?! Aber zumindest steht einem Osterspaziergang an der schön gefüllten Oker dann ja nichts im Weg … außer vielleicht ein paar daneben gerollten Steinen 😉

P.S.: Hier der Link zur PM: http://www.presse-service.de/data.cfm/static/903708.html

PM “Montage der Stahlträger”

Soll wohl doch ordentlich was aushalten, die Brücke, wenn man sich die nachfolgende Pressemitteilung bezüglich der aktuellen Arbeiten durchliest:

Pressemitteilung von Donnerstag, 5. März 2015
Stadt Braunschweig

Brückenneubau Berkenbuschstraße: Montage  der  Stahlträger
Verkehrsbehinderungen durch Schwertransporte

Braunschweig. Im Zuge des Neubaus der Okerbrücke Berkenbuschstraße werden am morgigen Freitag, 6. März, ab etwa 7 Uhr morgens die Längsträger auf die Widerlager aufgelegt und anschließend die Stahlbeton-Fertigteilplatten der Brückenplatte montiert. Dies wird bis in die späten Abendstunden dauern. Vor allem in den frühen Morgenstunden müssen Autofahrer mit Behinderungen durch Schwerlasttransporter rechnen, welche die Stahlträger anliefern. Die Verwaltung bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis. Der von der Berkenbuschstraße zwischen Bahngleis und Oker nach Süden in Richtung Rüninger Wehr verlaufende Wirtschaftsweg wird für die Zeit der Montage nicht passierbar sein, die Oker selbst vor und hinter der Brückenbaustelle für den Bootsverkehr gesperrt.

Bereits am heutigen Donnerstag wird ein mobiler Kran mit einer maximalen Traglast von 500 Tonnen westlich der Brücke positioniert. In der Nacht erfolgt dann die Anlieferung der beiden Längsträger auf je einem Lkw. Die Längsträger sind als Stahlträger-Hohlkästen ausgebildet und wiegen bei einer Länge von rund 37 Metern ca. 57,5 Tonnen je Stück. Nach ihrer Montage werden die Stahlbeton-Fertigteilplatten im Verlauf des Tages angeliefert und befestigt. Diese sind etwa 11,50 Metern lang und jeweils rund elf Tonnen schwer.

PM “Naturnahe Landschaftsgestaltung”

Hier eine weitere Pressemitteilung (PM) der Stadt zum Fortgang der Arbeiten rund um die Brücke.

Pressemitteilung von Mittwoch, 19. November 2014
Stadt Braunschweig

Naturnahe Landschaftsgestaltung
Ausgleichsprojekte für Brückenbau Berkenbuschstraße vor dem Abschluss Braunschweig.

Drei Landschaftsbaumaßnahmen in den Stadtteilen Stöckheim, Rüningen und Leiferde sind weitgehend abgeschlossen. Es handelt sich um Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für den Eingriff in Natur und Landschaft, der durch den Neubau der Okerbrücke Berkenbuschstraße erfolgt, und die Schaffung von Retentionsraum, also Speicherraum für Hochwasserereignisse.

So wurde der Verlauf des Springbaches zwischen der Leipziger Straße und der Straße Am Zoo überarbeitet. Der neue Abschnitt verläuft geschwungen und bietet durch seinen großzügigen Bachquerschnitt im Hochwasserfall einen Teil des erforderlichen Speichervolumens. Ein Altarm des Springbachs ist jetzt als Stillgewässer angelegt.

Die im Jahre 2010 zur Hochwasserentlastung zwischen Thiedebach, Eisenbahnstrecke und Oker hergestellte Flutrinne wurde erweitert. Der Nebenarm verläuft geschwungen und bietet, so wie der Springbach, durch seinen großzügigen Querschnitt weiteren Retentionsraum. Eine Anhöhe sowie Sichtschutzwälle entlang der Bahnstrecke, die auf die Entstehung von natürlichem Wildwuchs angelegt sind, lockern das Landschaftsbild auf.

Südlich der Berkenbuschstraße, zwischen der Bahntrasse und der Oker, wurden Gewässer angelegt, in denen Amphibien laichen können. Die betreffende Fläche soll beweidet werden und hat dazu einen neuen Zaun erhalten. Grünland, Springbach und die Flutrinne am Thiedebach wurden mit Steinen, Wurzelstubben und Totholz-Astwerk naturnah gestaltet. Die Maßnahmen sind weitgehend beendet. Lediglich kleinere Einsaat- und Restpflanzarbeiten sowie die Fertigstellungs- und Entwicklungspflege stehen in den kommenden beiden Jahren noch an.

PM zum Baubeginn und -ablauf

Die Stadt hat eine Pressemitteilung zum Baubeginn (Morgen 21.7.) sowie dem geplanten zeitlichen Verlauf herausgegeben, ich gebe das hier mal in Kopie wieder:

Pressemitteilung von Freitag, 18. Juli 2014 Stadt Braunschweig Berkenbuschstraße: Bau der neuen Okerbrücke beginnt Verkehr fließt weiter über die Behelfsbrücke Braunschweig. Der Bau einer neuen Brücke über die Oker im Verlauf der Berkenbuschstraße zwischen Rüningen und Stöckheim beginnt am kommenden Montag, 21. Juli. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum Herbst nächsten Jahres. Der Verkehr fließt zunächst weiter über die bestehende Behelfsbrücke. Eine Sperrung der Berkenbuschstraße wird erst im letzten Brückenbauabschnitt erforderlich, der im Spätsommer nächsten Jahres beginnt. Während der gesamten Bauzeit gesperrt ist lediglich der östliche Okerwanderweg (Wilhelm-Bornstedt-Weg) von der Berkenbuschstraße bis zum ca. 400 Meter südlich der Brücke gelegenen Wehr Rüningen.

Da die neue Brücke südlich der Behelfsbrücke errichtet wird, werden zunächst das westlich der Oker gelegene Stauwehr zur Regulierung des Wasserstandes im angrenzenden Biotop und der Siekgraben verlegt. Dann beginnen die Arbeiten für den Straßendamm. Bis Dezember 2014 werden Spundwandkästen, Bohrpfahlgründung und Stahlbetonwiderlager der Brücke erstellt. Parallel wird zu Baubeginn auch eine Ausgleichsfläche für das Biotop nordwestlich des Wehrs in Rüningen erstellt. Die Montage des Brückenüberbaus beginnt im kommenden Frühjahr. Voraussichtlich ab August nächsten Jahres werden unter Vollsperrung der Berkenbuschstraße die Straßenanschlüsse zum Bahnübergang, in Richtung Stöckheim sowie der Straße Am Zoo hergestellt. Dann werden auch die okerbegleitenden Wanderwege wieder an die Straße angeschlossen und die Behelfsbrücke abgebaut. Während der Vollsperrung erfolgt eine Umleitung über das Eisenbütteler Wehr. Auch stehen dann für den allgemeinen Verkehr die Route über die Autobahnen bzw. für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen die Umfahrung über Leiferde und die Fischerbrücke zur Verfügung. Die Freigabe der neuen Brücke für den Verkehr ist für November 2015 vorgesehen. Parallel zu den Brückenbauarbeiten werden Ausgleichsräume für den Hochwasserschutz geschaffen, und zwar nördlich von Leiferde im Bereich des Thiedebachs und am Springbach zwischen Melverode und Stöckheim in den Grünflächen. Das hat am Thiedebach keine Auswirkungen auf den Verkehr. Am Springbach wird der Wanderweg von der Leipziger Straße nach Westen auf rund 150 Meter von Ende Juli bis September 2014 voll gesperrt und eine Umleitung für Fußgänger und Radfahrer über die etwa 150 Meter nördlich gelegene Schreiberstraße in Melverode ausgeschildert.