Stellungnahme/Positionspapier

Stellungnahme und Positionspapier der Bürgerinitiative zu den Brückenneubauvorhaben in Stöckheim

Die Bürgerinitiative hat in der Zwischenzeit ein Positionspapier entwickelt. Die alten Forderungen, die auf dieser Seite ursprünglich aufgeführt waren, sind in das Positionspapier eingeflossen. Hier neben der oben verlinkten PDF Version auch eine Online Version:

Positionspapier der Bürgerinitiative
„Verkehrskonzept Stöckheimer Brückenneubau“
zur baulichen Ausführung der Okerbrücke Berkenbuschstraße, Braunschweig

Stand: August 2012

I.          Darlegung der Thematik aus Sicht der Bürgerinitiative

Für den Neubau der Okerbrücke Berkenbuschstraße zwischen den Braunschweiger Stadtteilen Stöckheim und Rüningen hat die Verwaltung den zuständigen Gremien des Rates bereits detaillierte Planungen zur Beschlussfassung vorgelegt. Obgleich auch die Fischerbrücke zwischen Stöckheim und Leiferde gravierende Mängel aufweist, die ebenfalls zeitnah einen Neubau erforderlich machen werden, hat die Verwaltung für dieses Vorhaben bislang keine Planungen vorgestellt. Zusätzlich weist die Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg Braunschweig-Wolfenbüttel den Rüninger Weg inklusive Brücke Berkenbuschstraße als Teilstück aus. Gefordert sind hierfür 4m Fahrbahnbreite exklusiv für Fahrräder oder eine Bevorzugung des Fahrradverkehrs, die in der bisherigen Planung keine Berücksichtigung fand.

Vor diesem Hintergrund fordert die Bürgerinitiative „Verkehrskonzept Stöckheimer Brückenneubau“ (im nachfolgenden wird anstelle von Bürgerinitiative äquivalent „wir“ verwendet) von der Verwaltung, dass vor der Umsetzung von einzelnen, nicht aufeinander abgestimmten Brücken-und Straßenbaumaßnahmen zunächst ein Gesamtkonzept erarbeitet wird, aus dem hervorgeht, wie die beiden Okerquerungen sowie der Radschnellweg im Interesse der Bürgerinnen und Bürger in die vorhandene Wohngebietssituation eingefügt werden können. Wir fragen uns, wieso dies trotz des offensichtlichen verkehrlichen Zusammenhanges bisher nicht geschehen ist.

Wir sprechen uns dafür aus, die Planung dieses Gesamtkonzeptes und die Entscheidungen über daraus resultierenden Maßnahmen gründlich vorzubereiten und nicht übereilt zu treffen.

Insbesondere sollte von Seiten der Verwaltung die Option geprüft werden, zunächst die Fischerbrücke zwischen Stöckheim und Leiferde zu erneuern. Eine solche Reihenfolge der Baumaßnahmen würde den kostensparenden Bau der Okerbrücke Berkenbuschstraße am bisherigen Standort ermöglichen, ohne dass während der Baumaßnahmen die verkehrstechnische Verbindung zwischen Stöckheim und Leiferde beeinträchtigt wäre.

Wir begrüßen ausdrücklich, dass im Planungs- und Umweltausschuss des Rates von den Fraktionen und aus dem Kreis der Bürgerinnen und Bürger eine Reihe von Fragen an die Verwaltung gerichtet worden ist, die deren derzeitige Planungen für den Neubau der Okerbrücke Berkenbuschstraße betrifft. Bevor diese Fragen von der Verwaltung nicht hinreichend beantwortet wurden, ist eine sachgerechte und wohl abgewogene Entscheidung über die Ausführung beider Brückenbauwerke durch die zuständigen Gremien des Rates nicht möglich.

Aus dem politischen Raum ist an uns die Aufforderung gerichtet worden, zu formulieren, wie die neue Okerbrücke Berkenbuschstraße baulich ausgeführt werden soll.

Wir stehen dieser Bitte zurückhaltend gegenüber, da diese Entscheidung nach unserer Auffassung zunächst ein Gesamtkonzept für den Neubau beider Okerbrücken voraussetzt. Wir haben bereits im Vorfeld durch den Planungs- und Umweltausschuss des Rates Fragen an die Verwaltung formuliert, um den Sachverhalt einschätzen zu können. Leider sind diese Fragen bislang nicht vollständig beantwortet worden.

Gleichwohl wollen wir uns der Forderung nach Entwicklung eigener Vorschläge für die Ausführung der Okerbrücke Berkenbuschstraße nicht grundsätzlich verschließen. Wir bringen hierdurch zum Ausdruck, dass ihre Arbeit konstruktiv auf ein Verkehrskonzept für den Stadtbezirk Stöckheim-Leiferde ausgerichtet ist, das der gewachsenen Wohngebietssituation Rechnung trägt.

In diesem Sinne sollen die folgenden Forderungen als ein Beitrag zu der politischen Diskussion über die Ausführung des Brückenbauwerkes verstanden werden. Während in Abschnitt II noch einmal die grundlegenden Bedenken gegen den Vollausbau bzw. die Freigabe für Schwerlastverkehr der Okerbrücke Berkenbuschstraße genannt werden, folgen in Abschnitt III detaillierte Forderungen zur baulichen Ausführung der Brücke.

Die Forderung nach einer Entwicklung eines Gesamtverkehrskonzepts für die beiden Okerquerungen bleibt hiervon unberührt.

 

II.         Gründe und Bedenken gegen den derzeitigen Planungsstand
(Vollausbau bzw. Freigabe für Schwerlastverkehr)
der Okerbrücke Berkenbuschstraße aus Sicht der Bürgerinitiative

Viele Menschen und Familien ziehen bewusst nach Stöckheim wegen der naturnahen und ruhigen Lage. Mit der Entscheidung zur Ausgestaltung der Brücke beeinflusst die Politik die zukünftigen Lebensbedingungen der Stöckheimer Bürger. Es ist die vorrangige Aufgabe der Stadt und unserer Volksvertreter, die Wohnqualität in Stöckheim und Leiferde zu schützen und zu fördern.

Die Brücke verbindet zwei dörflich geprägte Stadtteile. Durch den Vollausbau und der damit verbundenen Freigabe für Schwerlastverkehr der Brücke Berkenbuschstraße wird es zu einer deutlichen Zunahme an Verkehr kommen.

Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und –verhinderung sowie zur Verlagerung des Durchgangsverkehrs (z.B. auf Ortsumgehungen) gehören inzwischen zum Planungskonzept jeder Kommune. Die Stadt Braunschweig handelt hier unverständlicherweise genau entgegen diesem allgemeinen und begrüßenswerten Trend.

  1. Mit dem Gutachten des WVI, das auf der Bezirksratssitzung vom 20.4.2012 vorgestellt wurde, existieren drei(!) sich widersprechende Verkehrsprognosenzur Berkenbuschstraße:
    1. Verkehrsprognose des WVI für das Jahr 2015 zur akutellen Brückenplanung mit 5700 Kfz bzw. sogar 6200 Kfz (wenn die Fischerbrücke gesperrt wird), davon 17 Schwerlastern pro Tag. Der Ist-Zustand 2008 ist laut diesem Gutachten 5300 Kfz, davon 40 Lkw.
    2. Verkehrsmengenplan der Stadt Braunschweig weist für 2007 aber nur 2900 Kfz / Tag aus.
    3. Gutachten zum Umbau des Autobahndreiecks BS-Südwest prognostiziert für 2020 ca. 7000 Kfz, davon 5% Lkw (also 350).
      Es entsteht der Eindruck, dass Verkehrsprognosen das jeweilige Vorhaben bzw. den jeweiligen Anwendungsfall begünstigen.

      Die sich widersprechenden Zahlen verdeutlichen weiterhin, wie schwierig eine genaue Prognose der zukünftigen Situation ist. U.a. gibt es folgende offene Punkte:

      • Es ist völlig ungewiß, welchen Einfluss die örtliche Nähe zum neu ausgebauten Autobahndreieck BS-Südwest hat.
      • Wenn die Brücke für Schwerlastverkehr geöffnet wird, ist mit einer Verlagerung des Zulieferverkehrs zur Rüninger Mühle über die Brücke zu rechnen.
      • Weiterhin ist ungewiss, ob alle lokalen Zulieferverkehre bekannt sind und berücksichtigt wurden, wie zum Beispiel die neue Filiale eines Baustoffgroßhändlers in Rüningen mit Filialen in Wolfenbüttel und im Harz.
  2. Im aktuellen Verkehrsentwicklungsplan für Braunschweig sind die Zufahrtsstraßen zur Brücke (Berkenbuschstraße, Rüninger Weg und Siekgraben) mit dem Attribut „Durchfahrverbot für Lkw > 3,5 t (Anlieger frei)“ versehen (siehe Abbildung 4.9 Verkehrsentwicklungsplan).
    Die Stadt widerspricht hier ausdrücklich ihrem eigenen Verkehrsentwicklungsplan zu Lasten der Anwohner.

    Auch die Durchgangsstraßen im weiteren Umfeld sind durch ein Mehraufkommen des Verkehrs stärker belastet. In Stöckheim sind dies Leipziger Straße, Mascheroder Weg, Hohes Feld, Leiferdestraße; in Melverode Leipziger Straße, Sachsendamm, Glogaustraße und  in Leiferde Fischerbrücke und Hahnenkamp.
  3. An den Zufahrtstraßen zur Brücke liegen zwei Schulen (Raabeschule Abt. Stöckheim, Grundschule Stöckheim) und zwei Kindergärten (AWO-Kindertagesstätte Stöckheim, Kita Sterntaler). Hunderte Kinder müssen täglich diese Straßen überqueren. Eine uneingeschränkte Verkehrsfreigabe der Brücke führt zu einer drastischen Verschlechterung der Schul- und Kindergartenwegsituation und zu einem wesentlich höheren Gefahrenpotential für die Kinder.
  4. Die meisten innerstädtischen Unfälle zwischen Lkw und Fußgängern/Radfahrern ereignen sich an gefährlichen 90-Grad-Kurven. Durch eine Freigabe der Brücke für den Schwerlastverkehr schafft man mindestens fünf neue gefahrenträchtige Verkehrspunkte (östliches und westliches Ende des Siekgrabens, ähnlich Hohes Feld, Leipziger Str. Ecke Mascheroder Weg).
  5. Wir nehmen an, dass mindestens eine der Strecken nach Fertigstellung der Brücken als offizielle Umleitungsstrecke der A39 ausgeschildert/ausgebaut und/oder von den Verkehrs-managementzentralen als Umleitungstrecke für Navigationsgeräte festgelegt wird.
  6. Durch Mautflucht, Stauumfahrung und zunehmenden Schleichverkehr ist mit einem starken Anstieg des Durchgangsverkehrs zu rechnen.
  7. Die Zunahme des Verkehrs führt zu einer erheblichen Lärmmehrbelastung. Dies widerspricht den Anforderungen seitens der EU an die Stadt, den Verkehrslärm entsprechend dem Lärmaktionsplan zu reduzieren.
  8. Wir widersprechen der Auffassung, dass alle schweren, großen Rettungsfahrzeuge (z.B. der Feuerwehrkran mit 48 t)  die  Querung dringend benötigen. Nach Fertigstellung des Autobahnkreuzes BS-Südwest stehen genügend Kapazitäten für solche Fahrzeuge zur Verfügung. Zwar bleibt die Feuerwehr auf Anfrage bei ihrer Forderung nach uneingeschränkter Nutzbarkeit, begründet dies aber nicht.
    Im „Brandschutzmerkblatt Nummer 1 – Zuwegungen – Aufstellflächen” wird gefordert: Feuerwehrzufahrten müssen für Fahrzeuge mit einer Achslast von 10 t (und max. 16 t Gesamtgewicht) ausgelegt sein. (…) Führen Feuerwehrzufahrten, Aufstell- und Bewegungsflächen über Decken von Tiefgaragen o. ä. Bauten, so sind diese Decken nach der Brückenklasse 16/16  nach DIN 1072 zu erstellen.
    D.h. auf der Haupt- und Nebenspur ist jeweils mit einem Lastwagen von maximal 16 t Gesamtgewicht zu rechnen. Wenn Feuerwehrzufahrten für maximal 16 t Gewicht ausgelegt werden müssen, gehen wir gehen davon aus, dass bei Rettungsfahrten in der Regel Einsatzfahrzeuge mit maximal 16 t Gesamtgewicht eingesetzt werden und die Brücke nur dementsprechend ausgelegt werden braucht.
  9. Die Brücke ist Teil einer ausgesuchten Radwege-Premiumverbindung (Weser-Harz-Heide Radfernweg) und notwendiger Bestandteil des geplanten Radschnellweges Braunschweig-Wolfenbüttel. Die jetzige Brückenplanung erfüllt nicht die Anforderungen an die Beschaffenheit eines solchen Radschnellweges.
    Des Weiteren sind die Fuß- und Radwege Teil des sehr intensiv genutzten Naherholungsgebietes Südsee. Eine Freigabe der Brücke für den Schwerlastverkehr würde den Naherholungswert zunichtemachen.

 

III. Forderungen der Bürgerinitiative
zur baulichen Ausführung der Okerbrücke Berkenbuschstraße

  1. Wir fordern, als Bürgerinitiative an der Planung der Brücke Berkenbuschstraße beteiligt zu werden, ebenso wie bei weiteren diese oder die Fischerbrücke betreffenden Planungen (wie zum Beispiel Neubau/Renovierung der Fischerbrücke).
  2. Die Brücke ist technisch lediglich auf die erforderliche Nutzlast auszugelegen. Im Hinblick auf die in der Nähe liegende Autobahnbrücke, die über die Oker führt, ist es nicht erforderlich, die Brücke baulich „für alle Eventualitäten“ auszulegen.
    Nur eine technische Beschränkung der Nutzlast der Brücke verhindert nachhaltig, dass die Strecke durch Rüningen und Stöckheim auch bei zukünftigen Veränderungen der Verkehrsströme dauerhaft als Schleichweg für den Lkw-Schwerlastverkehr genutzt wird.
  3. Die Stadt Braunschweig muss dauerhaft rechtlich befugt sein, den Verkehr über die Okerbrücke-Berkenbuschstraße im Gewicht zu beschränken. Diese Befugnis muss der Stadt zwingend von Anfang an zustehen. Lösungen, die darauf vertrauen, dass „sich niemand beschwert“ oder „niemand etwas merkt“ lehnen wir ausdrücklich ab.
  4. Wir fordern eine Gewichtsbeschränkung auf 3,5 t für den Allgemeinverkehr. Selbstverständlich würden wir auch eine kleinere und budgetfreundlichere Lösung begrüßen.
  5. Wir fordern, den Radschnellweg Braunschweig-Wolfenbüttel in den Brückenplanungen sowie dem Gesamtverkehrskonzept zu berücksichtigen.
  6. Die neue Brücke sollte am bisherigen Standort errichtet werden. Der Wegfall von Landerwerb, Straßenbaumaßnahmen und des Rückbaus der alten Straße einschließlich der Renaturierung beinhalten erhebliches Einsparpotential, dessen genaue Höhe von der Verwaltung darzulegen ist. Darüber hinaus ist eventuell ein Planfeststellungsverfahren entbehrlich, was weitere Einsparungen mit sich bringen müsste. Zuletzt würden Eingriffe in das bestehende Landschaftsbild vermieden und das erst vor wenigen Jahren angelegte Biotop westlich der Oker hätte Bestand.
  7. Die neue Brücke muss baulich so ausgestaltet werden, dass sie sich in den bestehenden Straßenausbau und -verlauf einfügt, der nicht für den Lkw-Verkehr ausgelegt ist. Dies betrifft insbesondere sowohl die Breite der Fahrbahnen auf der Brücke als auch die Radien der Zufahrten zu der Brücke. Der bisherige Straßenverlauf und die Breite der alten Holzbrücke haben hier eine gute Lösung dargestellt.
  8. Der Planungsumgriff muss auf die Zufahrtstraßen Siekgraben und Rüninger Weg erweitert werden, um den Brückenneubau mit verkehrsberuhigenden Maßnahmen zu flankieren.
  9. Die Bürgerinitiative fordert nach dem Umweltinformationsgesetz (UIG) bei Bedarf den Zugang zu allen den Brückenneubau betreffenden Umweltinformationen. Aktuell fordern wir Zugang zu dem Verkehrsberechnungsmodell des WVI. Desweiteren fordern wir eine mikroskopische Verkehrssimulation, aus der die Verkehrsabläufe im Bereich der Brücke und den Straßen im Umfeld der Brücke (Leipziger Straße, Siekgraben, Rüninger Weg, Berkenbuschstraße) zur verkehrsreichsten Stunde des Tages (Spitzenstunde) unter spezieller Berücksichtigung des Schwerverkehrs deutlich werden.
  10. Die neu zu bauende Brücke sollte sich optisch in das bestehende naturnahe Landschaftsbild einfügen. Die Baumaßnahme sollte das bestehende Landschaftsbild, insbesondere das eingewachsene Ufer und das neu angelegte Biotop auf dem Westufer der Oker, so wenig wie möglich berühren.
  11. Der ökologische Nutzen ist genau abzuwägen zwischen a.) einer innerhalb des Flusslaufes auflagerfreien Brücke mit entsprechend höherer Gesamtlänge und b.) weniger Gesamtlänge mit Stützpfeilern innerhalb des Flußlaufes.
  12. Eine neue Brücke muss selbstverständlich den Anforderungen des Hochwasserschutzes genügen. Dies ist nach unserer Überzeugung jedoch kein zwingender Grund für eine Verlegung des Standortes der Brücke, da auch am bisherigen Standort eventuelle Defizite durch Baumaßnahmen beseitigt werden können.
  13. Der Neubau der Brücke bietet die Chance, die Verkehrsführung für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern. Dieses wird von der Bürgerinitiative voll unterstützt.
  14. Die Bürgerinitiative begrüßt ausdrücklich, dass der Neubau der Brücke zum Anlass genommen werden soll, den Okerwanderweg auch im Bereich der Brücke barrierefrei auszubauen.
  15. Der Vorschlag der Verwaltung, die neue Brücke mit Laternen auszustatten wird unterstützt. Aus ökologischen Gründen sollte jedoch geprüft werden, ob tatsächlich eine Beleuchtung der gesamten Fahrbahnen erforderlich ist, oder ob nicht eine Beleuchtung der Rad- und Fußwege ausreichend ist.

16 thoughts on “Stellungnahme/Positionspapier

  1. Wir sind für ein Verbot des Schwerlastverkehrs in Stöckheim und das ZUM SCHUTZ UNSERER KINDER !!!!!

  2. Pingback: Stellungnahme Online | Bürgerinitiative

  3. Wir sind für den Brückenbau aber auf keinen Fall für Schwerlastverkehr. Der erste Grund sind unsere Kinder, die dadurch um ein Vielfaches mehr gefährdet sind. Der zweite Grund ist die Lärmbelästigung, denn wir wohnen direkt am Rüninger Weg.

  4. Kleine Anmerkung zu Punkt 3: Mögliche Mautflucht ist sicher denkbar, aber man kann diesbezüglich schon der ökonomischen Logik folgen, dass diese eher unwahrscheinlich ist.
    Viel wahrscheinlicher scheint mir der bisher nicht mögliche tägliche LKW-Verkehr, der “ganz normal” Aldi, Netto, Penny, und andere Einrichtungen anfährt. Diese LKWs werden nicht auf die Autobahn “zurück” kehren, sondern den bequemsten Weg in den nächsten Stadtteil suchen.

    • Ein valider Punkt, super! Habe auch noch von anderer Seite vernommen, dass das Bauzentrum AGP in Rüningen ein Großlager baut. Die haben auch Niederlassungen in Wolfenbüttel und Wernigerode – wo die wohl dann langfahren, wenn die von Standort zu Standort wollen? Zusätzlich sitzt die Metro ja auch in Rüningen, da könnte Ähnliches gelten.

  5. Ich plädiere für ein striktes Tempolimit 30kmh auf dem gesamten Rüninger Weg.
    Die höchste Beschleunigung/Geschwindigkeit erreichen die Raser direkt bei uns vor der Tür (Rüninger Weg 62). Hier werden von einigen Spitzengeschwindigkeiten von 70 – 90kmh erreicht.
    Meine Vermieter sind gern bereit die Polizei vom eigenen Grundstück aus Geschwindigkeitskontrollen durchführen zu lassen.
    Wer hat Beziehungen dies zu aktivieren bzw. kennt sich wie wir das umsetzen können, damit – wenn die Berkenbuschbrücke wieder freigegeben wird – Raser endlich mal durch Blitze + Punkte vom Gas abgehalten werden.

  6. An dieser Stelle an den/die Gründer der Initiative ein herzliches Dankeschön für die bisherigen ( und sicher auch zukünftigen ) Bemühungen in dieser für viele Stöckheimer so wichtigen bzw. leidigen Sache ! Wie und wobei die Initiative Unterstützung benötigt, möge doch bitte hier kommuniziert werden. Zur Sache an sich: es wäre sehr begrüßenswert, wenn sich der Bezirksrat und besser noch der Rat der Stadt Braunschweig ( gell, Herr Schrader ! ) noch VOR der Eröffnung der provisorischen Brücke für verkehrsberuhigende Maßnahmen auf den betroffenen Straßen einsetzen würde. Vor Jahren wurde auf dem Siekgraben in Höhe der Schule ein Zebrastreifen mit dem Hinweis auf die seinerzeit dort verkehrenden Linienbusse als nicht umsetzbar abgeschmettert. Da die Busse dort nicht mehr verkehren, dürfte es keinen plausiblen Ablehnungsgrund mehr geben !? In vielen Ländern Europas verhindern Strassenpoller das Rasen, wieso tut man sich hier so schwer damit ?

  7. Vorab: sehr schön ausgeführte Website, Klasse. Große Anerkennung auch für das schon Erreichte, nämlich diese Angelegenheit einer größeren Anwohnerzahl publik zu machen, was möglicherweise nicht direkt im Interesse einiger entscheidungsbefugter Gremien war.

    Da der Beschluss im PlUA vorerst vertagt wurde, könnte man vielleicht auch mal über folgende Variante für den Brückenneubau nachdenken:
    – Die Behelfsbrücke wird wie geplant fertiggestellt, um möglichst rasch die Verbindung zwischen Stöckheim und Rüningen wiederherzustellen. Dies wird ja auch allgemein angestrebt (vielleicht mit Ausnahme von Bewohnern von Rüninger Weg und Siekgraben;-) )
    – Die endgültige Brücke erhält die gleiche Position wie die bisherige Holzbrücke. Dazu wird sie nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens neben der Behelfsbrücke gebaut und anschließend an ihre Endposition verschoben. Die Fundamente der Behelfsbrücke müssten dann natürlich auf die höhere Belastbarkeit (30-40 Tonnen für landwirtschaflichen Verkehr, Busse und Rettungsfahrzeuge) ausgelegt sein.
    – Diese Variante hätte den Vorteil, dass der Rüninger Weg nicht umgebaut werden müsste, was bestimmt auch die Kosten reduziert. Das bisherige landschaftlich reizvolle Gesamtbild wäre auch nicht in dem Maße beeinträchtigt wie nach dem Bau der neuen Brücke und Straße nach bisheriger Planung.

  8. Ich finde es ganz großartig, was Ihr mit dieser Bürgerini für alle Stöckheimerinnen und Stöckheimer auf die Beine stellt!!!
    Die Beteiligung beim Ini-Treffen am 07.05.12 war großartig, doch es wohnen noch viel mehr Menschen in Stöckheim.
    Ich finde es wünschenswert, wenn jede/r Einwohner/in nach seinen Möglichkeiten seinen Teil dazu beiträgt. So könnte ich z.B. sehr gut Handzettel mit dem Kinderwagen verteilen, um auch die Bürgerinnen und Bürger ohne Internetanschluss zu erreichen.

    • Danke für das Lob. Und klar, wir können jede Unterstützung gebrauchen. Sobald die Handzettel fertig sind sollten wir die Verteilung planen. Da werden wir Dich nicht vergessen 🙂

  9. Zunaechst grosses lob dafuer, dass “sich jemand kuemmert”
    weitere argumente fuer eine tonnagenbeschraenkung koennten sein, einfach mal ungefiltert und drauflos:
    werteverlust der grundstuecke sowie abstufung des ortes algemein mit saemtlichen folgen ( austausch der bewohner)
    Hoehere kriminalitaet durch nutzung der bruecke ggfs durch fernlastverkehr( bei sperrung, stau etc.)
    Parkende lkws zb auf hoehe des friedhofs
    Es gibt sicher noch weitere punkte. Sollten die ganzen bemuehungen jedoch nicht fruchten koennte ueber eine spendenaktion nachgedacht werden. Mit dem ziel die foerderung des landes unnoetig werden zu lassen.

    stoerung von nachtruhe

  10. Wir sind gegen eine Zulassung des Schwerlastverkehrs in einem reinen Wohngebiet, wie es in Stoeckheim gegeben ist. Das gibt es in anderen Städten gar nicht. Kinder, ältere Menschen und letztlich alle werden gefaehrdet.Irgendwann wird etwas passieren….

    Hier wird doch jetzt schon gerast, warum gibt es keine Verkehrsberuhigung?? Tempo 30 müsste kontrolliert werden! In anderen Ländern bzw. Staedten gibt es Schwellen, “sleeping policemen”etc. Warum hier nicht?

    Ich denke auch, dassder Wohnwert, die Grundstücke und des Stadtteilsdurch rollenden Schwerlastverkehrs entwertet werden. Wie schön war es in der Zeit,, als die Holzbrücke gesperrt war. Die Kinder gingen ruhig in ihre Schulen und selbst die Luft war besser.

    Tolll, dass sich eine BuergerIni. Gegründet hat. Wir wollen mitmachen.

  11. Mal das Ganze aus einem anderen Blickwinkel! Auch wenn die Brücke aus dem Landestopf mitfinanziert wird, zahlt der Bürger, denn unsere Steuergelder finanzieren selbstverständlich nicht nur des Stadthaushalt, sondern auch die Ausgaben des Landes und des Bundes:
    Das bedeutet, dass bei der jetzigen Planung zu den Kosten des Brückenbaus, die Kosten der Straßenverlegung, des Planfeststellungsverfahrens, des Landerwerbs, die Kosten der Straßensanierung, der Sanierung der Bügersteige (durch Ausweichmanöver wegen Platzmangel), der Wertverlust der Grundstücke, Schäden an den Häusern usw. entstehen, also alles Kosten für die der Bürger geradesteht! Also wird die jetzige geplante tonnagefreie Brücke auch – neben allen anderen negativen Auswirkungen- in jedem Fall (auch wenn das Land sie mitfinanziert) für den steuerzahlenden Bürger teurer, als eine tonnagebeschränkte Brücke!

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  13. Pingback: Sondersitzung der Bezirksräte Stöckheim und Rüningen am 24.10. zur Brücke | Bürgerinitiative

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